LAURA MARS GALLERY + FANTÔME VERLAG präsentieren:

MAARTEN JANSSEN
50 CENT

+

ALEKOS HOFSTETTER
TANNHÄUSER TOR II


9. – 22. Dezember 2017 / verlängert bis zum 19.01.2018.

Die Ausstellung kann noch bis zum 19.01.2018 nach telefonischer Vereinbarung unter 030 - 61074630
Email an info@lauramars.de besichtigt werden.


LAURA MARS GALLERY

Bülowstraße 52
10783 Berlin
www.lauramars.de
Öffnungszeiten: Mi-Fr 13-19 Uhr, Sa 13-17 Uhr




Maarten Janssen - untitled (part1) from the quinquepartite series alfabetagammadelta, 2017,
graphite, paper and acrylic paint on canvas, 70 x 100 cm / 350 x 100 cm
Copyright by the artist. Courtesy Laura Mars Gallery, Berlin




Alekos Hofstetter - Klingt es auch wie eine Sage, kann es doch kein Märchen sein, 2016,
crayon, ink, ballpen, permanent marker on paper, 49 x 68 cm
Copyright by the artist. Courtesy Laura Mars Gallery, Berlin


Pressemitteilung

Eines Tages befand ich mich auf der Plattform eines violetten Autobusses. Ein recht lächerlicher junger Mann stand dort: indigofarbener Hals, Kordel am Hut. Plötzlich verwahrte er sich gegen einen blauen Herrn. Vor allem wirft er ihm mit grüner Stimme vor, ihn jedes Mal, wenn Leute aussteigen, anzustoßen. Nachdem er das gesagt hat, stürzt er sich auf einen gelben Platz, um sich dort hinzusetzen. Zwei Stunden später begegne ich ihm vor einem orangenen Bahnhof. Er ist in Begleitung eines Freundes, der ihm rät, sich noch einen Knopf an seinem roten Überzieher anbringen zu lassen. (aus: Raymond Queneau - Stilübungen #10: Regenbogen)
Der niederländische Künstler Maarten Janssen wird anlässlich der Ausstellung 50 cent die fünfteilige Serie „alfabetagammadelta“ erstmalig präsentieren. Ausgehend von einer alphabetischen Farbsortierung einsilbiger Farbnamen im Niederländischen: blauw bruin geel grijs groen paars rood wit zwart (blau braun gelb grau grün violett rot weiss schwarz) verändert er die Farbanordnung der folgenden Bilder durch Auslosung und lässt so immer neue Zuordnungen und Verbindungen entstehen.

Der Katalog „50 cent“ ist im Fantôme Verlag mit einem Text von Gerard Marlet (Hrsg.) erschienen.

Thema des Werkblocks TANNHÄUSER TOR von Alekos Hofstetter ist das Verhältnis von Raum, Zeit und Distanz und im Vordergrund steht die Auseinandersetzung mit den sich im Wandel der Zeit verändernden Perspektiven auf die Nachkriegsmoderne und ihre Architektur. Das Verschwinden der Moderne aus unserer Umwelt hat Folgen, denn mit diesem Verschwinden löst sich ihr einstiges utopisches Versprechen auf. In den teilweise gemeinschaftlich mit dem Dresdener Künstler Florian Göpfert geschaffenen Zeichnungen und Gemälden wird ein neues Verhältnis von Architektur und Landschaft konstruiert. Und es ist diese Konstruktion eines utopischen Kontexts, einer „neuen Heimat”, welche eine Distanz sichtbar macht. Die Architektur, die uns von Alekos Hofstetter in seinen Werken gezeigt wird, ist befreit von jeder Funktionalität und scheint nur in entrückter Ferne sein zu können.

Der Katalog „Tannhäuser Tor II“ ist im Fantôme Verlag mit Texten von Daniel H. Wild (Hrsg.) und Holm Friebe erschienen.

 

 



Anlässlich der aktuellen Ausstellung von

MAARTEN JANSSEN - 50 CENT und ALEKOS HOFSTETTER - TANNHÄUSER TOR II

laden wir herzlich ein zu einem

Bildvortrag von ALEXANDER NEGRELLI
"Reg´dich ab, Moderne, deine Beine sind ok."

am Samstag, 16.12.2017 um 19 Uhr
mit anschliessendem Adventsumtrunk


LAURA MARS GALLERY

Bülowstraße 52
10783 Berlin
www.lauramars.de
Öffnungszeiten: Mi-Fr 13-19 Uhr, Sa 13-17 Uhr

Der Begriff der Moderne – in diesem Falle der Nachkriegsmoderne mit Fokus auf Architektur und Design – scheint zur Genüge analysiert. Im Spannungsfeld zwischen historisch abgeschlossener Musealisierung und flächendeckender Sättigung à la Ikea bleibt der Begriff jedoch nach wie vor äußerst dynamisch. Vor allem der nahtlose Übergang der Formsprache ins Digitale wirft neue Fragen auf. Hat uns die binäre Moderne etwas grundsätzlich Neues zu bieten oder ist sie nur die Fortsetzung der Gestaltungspolitik mit anderen Mitteln?

Anhand verschiedener visueller Beispiele soll der Abend sich dem Thema annähern und eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation wagen.


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Alexander Negrelli, *1968 in Mannheim
Studium der Visuellen Kommunikation in Brüssel. Tätig als Gestalter, Autor und Dozent in Berlin und Heidelberg, forscht zu Fragen der zeitgenössischen visuellen Kultur.

http://negrelli.de